Kerstin Sonnenberg, genannt: Sonny - 43 Jahre frisch, ganze 166cm hoch, Waage-Frau und Genuss-Mensch, Nichtraucherin, Katzen - und Griechenland-Liebhaberin, Single, Einzelkind (aber: Sonntagskind).
Als geborene Bremerin - ich liebe diese Stadt - aufgewachsen in der Vahr, auch mal in Schwachhausen und Peterswerder gewohnt, lebe ich jetzt wieder im Viertel und mache da auch 'ne ganze Menge kreative Dinge, z.B. freitags Proben in'ner selbst-, bzw. mitgegründeten Band - wir nennen uns "Viertel5" - man kann uns auch buchen, wenn man Coversongs von Pop, Rock bis Blues mag - ach ja: wenn ein ambitionierter Keyboarder und E-Gitarrist noch Kapazitäten frei hat und uns aushält (wir sind nämlich manchmal etwas chaotisch) - bitte melden! Tja, und ausserdem haben wir ein Profi-Studio, das wir auch zur Verfügung stellen können.
Seit 5 Jahren bin ich auch mega- aktives Mitglied (auch mitgegründet) einer Theatergruppe, heisst: TheaterContrast und wir proben mittwochs im Schlachthof - oben im Turm, wo die große Uhr ist. Wir versuchen 1 x im Jahr eine Produktion zu zeigen - ein Stück, das wir alle gemeinsam ausbrüten - im letzten Jahr war es das Stück mit dem Titel "Hedwig-Groner-Str. 47", handelte vom ganz normalen Beziehungs-Wahnsinn und dem Miteinander der Hausbewohner - hatte so'n bisschen was von der Linden-strassen… (im Jahr davor - 2002 hiess es "Konservierung inbegriffen" und handelte von einem finnischen Pharmakonzern, der ein Unsterblichkeit-Mittel erfunden hatte - bisschen schwierig, aber klasse inszemiert - von uns allen!). In diesem Jahr war's eine Art Krimi: "Wird schon werden..!" Auch hier treffen die unterschiedlichsten Menschen und deren Ticks aufeinander. Meine Interessen gehen aber tendenziell in Richtung Impro-Theater!
Neu in meinen kreativen Spektrum ist jetzt ein Kurz-Film-Projekt dazugekommen - wir nennen uns "Digitale Störung" und ich sag' mal so: man wird noch viel von uns hören! Hierfür habe ich Logo und Flyer gestaltet - das is' nämlich mein eigentlicher, erlernter Job -
- klasse Überleitung: mit 17 (Nase voll von Realschule, wollte so schnell wie möglich arbeiten), das war 1978 (man stelle sich vor!) bekam ich günstigerweise einen Ausbildungsplatz in Bremen's damals renomiertester Werbeagentur und wollte fortan Druckvorlagenherstellerin sein (Grafikerin hieß das mal und mit 12 wusste ich schon, dass ich so was arbeiten wollte). Nach einigen Jahren in versch. Werbeagenturen hatte ich dann mit Mitte 20 genug von cholerischen Chefs und schlechtem Betriebsklima. Also schaute ich mich mal um - es musste doch noch etwas anderes geben als mit brummigen Kollegen stumpf vor Reissbrettern sein Dasein zu fristen (Reiss-bretter, Winkel, Schiene, Prittstift und Schere waren damals die Arbeitswerkzeuge - das, was man heute mit'm Computer macht - is' ja alles so einfach geworden - oder??!)
- also versuchte ich mich mal als Verkäuferin in'nem kleinen Tante- Emma- Laden. Das was schön, immer wieder neue Kunden, auf die man sich einstellen muss - ein Kind mit backigen 12 Pfennig, der Nachbar, der sich immer die Schnäpschen 'rausholte und die Oma mit Zeitung und Schokoladenwunsch. Schnell hatte ich Spaß daran gefunden, auch manch inspaniduellen Wunsch zu erfüllen - Süssigkeiten in lustiger Art und Weise zusammenzustellen, Präsente kreativ zu verpacken und viele außergewöhnliche Geschenk-Ideen zu gestalten. Miene damalige Chefin eröffnete einen weiteren Laden - im real,- Habenhausen, den ich dann als Geschäftsführerin leitete - und ein knappes halbes Jahr später übernahm.
Das erste Mal selbständig mit 26 - rein ins kalte Wasser - mit Hilfe eines finanziellen Sprungbretts meiner Eltern (Einzelkind- Bonus). Sonny's Süsswaren und Geschenke - das hatte was! Jetzt konnte ich unverblümt meine ganze Ideen- Vielfalt zum Ausdruck bringen - Nikolaus und Weihnachten, sowie Ostern waren die High-Lights, ich verkaufte sogar Vatertags- Präsente - mein Programm vergrößerte sich ständig. War 'ne tolle Zeit, aber auch anstrengend und dann gab's ein Mitarbeiterinnen-Problem (will ich nicht weiter drauf eingehen) und real,- nahm mir einige Produkte weg (heißt: verkaufte auch Markenware als Regalware, eben auch günstiger) - irgendwie hatte ich genug, obwohl: ich hatte mich in dem Stadtteil als "Kreativ-süsse-Sonny" bewährt und, wie ich hörte, vermisst man mich dort heute noch..!
Ich bekam damals die Chance, wieder in der Werbeagentur zu arbeiten, in der ich mal sehr gern war - also verkaufte ich das Geschäft nach über 5 Jahren an meine Aushilfe, nahm das Angebot an und startete wieder werbe-mässig durch - hatte tolle Kollegen, prima Aufträge, arbeitete mitten in der City - ich fand den Zugang zum Computer - und war wieder kreativ! Flyergestaltung, Prospekte, Broschüren, Typografie, Satz und Druck… Nach ca. 6 Jahren hatte sich das Ganze irgendwie kaputtgelaufen - die Auftragslage war, wie bei so vielen Werbefirmen mies, ich langweilte mich. Ich ging. Mein Chef und die Kollegen reifen erschreckt: was? du bist Mitte 30 - was willst du denn machen? Heutzutage ist das schwierig mit Jobs usw. - ich musste was anderes tun - kann und will nicht "aushalten", musste was ändern, auch wenn es hieß, erstmal arbeitslos zu sein.
Und so fand ich wieder zum Verkauf. Arbeitete bei einer Bekannten in deren Boutique, hatte wieder Kunden-Kontakt - tja: 2 Herzen schlagen (ach!) in meiner Brust - Kunden betreuen und kreativ sein! Es ergab sich, dass mir ein kleiner Laden angeboten wurde - Seitenstrasse Steintor, genau die richtige Größe und die Miete war okay. Da ich auf meinem Konto eine Menge Fondspar-Taler angespart hatte, ging ich Ware kaufen und hatte meine Selbständigkeit Teil 2 am Start - schuldenfrei. Mein Laden hieß: "1a Mode, Accessoires & mehr" und ich spezialisierte mich ein wenig auf die etwas größere Damenmode, hatte größtenteils Einzelteile und stellte ein vielseitiges Programm zusammen. Es gesellte sich auch Business-Wear dazu und eine große Auswahl an Tüchern, Schals und Wäsche. Das war 1998 und 1999. Ich hatte inzwischen meinen Computer von Zuhause in den Laden bugsiert und die ein oder andere Visitenkarte für Kunden und Lieferanten gestaltet. Wie gesagt: 2 Herzen…
Es begann das Jahr 2000 und mit ihm meine Wandlung - wieder mal! Mein Leben ist Wandlung, Veränderung, Gestaltung und Neubeginn. Welche Herausforderung nehme ich nun an? Was passiert? Leben: ich bin bereit! Die Eigentumswohnung verkaufen, den Laden abgeben, eine neue Wohnung suchen - gefunden! Mitten im Viertel wartete diese Wohnung auf mich - 2 Zimmer ganz oben mit Dachterrasse, hell, schön und: meins! 2 Katzen - die sind klasse drauf, ganz lieb und kuschelig.
So verging die Zeit, ich tat mal nix, mal viel, versuchte dies, unternahm das, vertiefte Freundschaften und intensivierte meine Interessen. Auf dem Dach liegen und in den Himmel gucken ist immer noch eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Urlaube in Griechenland (inzwischen war ich auf 15 Inseln - super - mehr!!!). 2001 hatte ich einen Teilzeitjob im grafischen Gewerbe und Digitaldruckbereich - war ganz okay, aber 1 Jahr reichte. Dann baute ich einen Copy-Shop mit auf und gestaltete einige Homepages, sowie andere Print- und Digital-Dinge. Mein Bekanntenkreis und Netzwerk (im Viertel) vergrößerte sich, ich nahm Sachen auf, die ich bisher als Selbstverständlich angesehen hatte, wie z.B., dass ich nicht nur gut zuhören kann, sondern auch mit meiner Einstellung zum Leben und der LebensLust und LebensFreude anderen viel Positives vermitteln kann. Immer wieder merkte ich, dass meine Meinung gefragt ist - eigentlich war das für mich normal, zumindest im Freundeskreis, aber als dann jemand sagte, so was (Beratung oder ähnliches) könnte ich doch zum Beruf machen, dachte ich das erste Mal ernsthaft darüber nach. Aus meiner Arbeitslosigkeit heraus machte ich mich im Dezember 2003 selbständig (Teil 3) - ich erhielt für 6 Monate das Überbrückungsgeld, das die Anfangszeit etwas erleichterte (gute Alternative zur Ich-AG - wer hierzu noch Tipps und Tricks benötigt: frag' mich ruhig mal!). Nachdem ich ja 2 Geschäfte betrieb, beschloss ich diesmal, von zuhause aus zu arbeiten, ohne Last der Extra-Mietkosten, Ware kaufen und all diese Sachen. Dazu wollte ich mir auch nicht den Stress machen, jeden Kunden "bedienen" zu müssen - soll heißen: ich suche mir aus, wen ich berate und manchmal sehe ich, dass jemand ein Problem hat, mit dem er/sie sich lieber professionelle Hilfe im Psychologischen und/oder therapeutischen Bereich holen sollte - das kann und will ich nicht leisten weil ich eher Dinge bei den Menschen optimieren möchte, die bereits da sind, ohne in deren Leid herumzustochern. "Leben-, Stil- und Imageberatung" nenn ich es und es beinhaltet viel - weil ich die Menschen mag und eine Art Steh-auf-Mädchen (wie Stehaufmännchen) bin, möchte ich versuchen, Menschen, die sich in Wandlungsphasen befinden, oder sich "neu gestalten" möchten ein bisschen Mut zu machen und ein Stück des neuen Weges zu begleiten. Mit Hilfe einiger Schauspiel-Übungen kann mancher lernen, über seinen Schatten zu springen, Hemmungen zu überwinden, Ängste abzubauen - und oft wird so viel gelacht, dass die Lebensfreude, die mit mir getankt wird, noch im Alltag anhält. Und das ist doch ein schönes Gefühl, wenn man anderen dadurch hilft, dass man so ist, wie man ist, oder?!!
Und weil ich mich nicht auf jeden Kunden stürzen will und denke, dass ich diesen Job solange machen kann, bis ich alt und welk bin. Ich leb' so nach dem Motto: nimm das Leben so an, wie es sich dir zeigt, mach das Beste draus und ärgere Dich nicht - das Leben ist schön und hat ganz viel zu bieten - du musst es nur sehen wollen! Boah, das war jetzt'n bisschen kitschig, oder?
Tja - abschliessend kann ich sagen: das bin ich - und wie ich mich kenne, ist das noch nicht alles! Ich bin ja auch noch jung - mit 43 liegt das Leben noch in bunten Farben vor mir - her damit!
Juli 1990: Erste kleine Rolle (Leiche + Frau Nachbarin, sowie zur Verfügung Stellung meiner Wohnung für "Harmann") - Projekt + Ideen: Frank Friedrich (Cafe 46).
im Jahre 2000: Mitbegründerin der Gruppe TheaterContrast, Schlachthof Turm III. Ebene, Proben: mittwochs ab 19 Uhr
August 2000: Eröffnung des La Strada- Festivals "Wohin fliegender Holländer" im Rund,-/Schattentheater an der Steinhäuser Vase/Stadtmitte
April 2001: "Konservierung inbegriffen", Schlachthof (s.o.) und Cinelotheater,
Mai 2002: "Hedwig-Groner-Str. 47", Schlachthof (s.o.),
Dezember 2003: Bildungsurlaub "Theaterwerkstatt" bei Uscha Mattner - in der Rolle des Estragon "Warten auf Godot" (Ausschnitt), Kontorhaus, Schildstr.
Sept./Okt. 2004: "Wird schon werden..!", Schlachthof (s.o.)
Januar 2004: "Motivrätsel" - Rolle der Psychologin Dr. Irina Nelles als Hauptzeugin in einem Mordfall, Das Strafgericht, Köln.
August 2004: Talk am Freitag - Interview-Gast (Selbstdarstellung), Offener Kanal Bremen
Stärken: Spontaneität, Improvisation, Action.
1986: Saxofon-Unterricht bei Holger Niemann, Alter Postweg
Beginn im Gospel-Chor "Nimba"
Gesangsunterricht bei Marion Lantz
Logopädische Unterstützung von Hanna-Barbara Busch
9/2000: Mitgründerin der Band "Viertel5", Proberaum und Studio Horner Str. 5
Proben: freitags ab 18:30 Uhr
8/2002: Musical-Ensemble-Mitglied von "Flames & Diamonds" (Anja Adel Entertainment),
6/2003: Auftritt "Sommerfest" im Medienhaus (Schwachhauser Heerstr.), "Das Puppenspiel" zur Jubiläumsfeier des TCL (Tennisclub Linlienthal)
Stärken: Gesang (Tendenz: Alt), Ausdruck, Performance, Harmonie, Arrangements…
